Tierarzt
Tierklinik Dr. Peter Neuhofer
Leipheimer Str. 9 - 11
89233 Neu-Ulm/Pfuhl
Tel. 0731/85066
Fax 0731/81028
Die Praxis liegt 5 km von unserer Wohnung entfernt. Gesundheitliche Probleme sind noch nicht aufgetreten, so dass wir lediglich für die wichtigen Schutzimpfungen dort hin müssen.
Vor allem durch Herpes- und Calici-Viren hervorgerufene Entzündung der Schleimhäute des Kopfes (Nase, Mund, Augen). Kann sich auf die gesamten Atemwege bis hin zur Lunge ausdehnen. Zur Grundimmunisierung wird etwa in der 8. Lebenswoche erstmals und nach etwa 1 Monat zum zweiten Mal geimpft. Die Auffrischung erfolgt dann jährlich.
Wird auch als Panleukopenie (Verminderung der Anzahl aller Arten weißer Blutkörperchen im Blut) oder infektiöse Enteritis (Darmentzündung) bezeichnet. Es handelt sich um eine Parvovirus-Infektion, die durch heftiges Erbrechen und Durchfall, begleitet von hohem Fieber, gekennzeichnet ist. Die Impfung erfolgt mit einem entsprechenden Impfstoff zeitlich gemeinsam mit der für Katzenschnupfen.
Viruserkrankung der Katze, die auf den Menschen übertragbar ist, sog. Zoonose. Das Rabiesvirus dringt über kleine Hautverletzungen in den Körper ein und gelangt über die Nerven ins Gehirn, wo es eine Entzündung hervorruft, die Ursache für Verhaltensveränderungen ist. Bei ausschließlich im Haus gehaltenen Katzen ist eine Impfung nicht erforderlich. Sobald ein Zusammentreffen mit potenziell infizierten Tieren aber möglich ist, sollte auf jeden Fall geimpft werden. Auf der Ermächtigungsgrundlage des Tierseuchengesetzes (§ 79 TierSG) wurde die Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut (TollwV) erlassen. Katzenausstellungen müssen der zuständigen Behörde vom Veranstalter mindestens 8 Wochen vor deren Beginn angezeigt werden (§ 4 TollwV). Zugang haben nur Tiere mit gültigem Impfschutz. Dieser ist nach § 1 Nr. 3 Buchstaben a und b TollwV zu beurteilen. Geimpft werden dürfen Kitten erst ab vollendetem dritten Lebensmonat. Impfschutz liegt nach Erstimpfung nach 21 Tagen vor. Wie lange der Impfschutz gilt, richtet sich nach den Angaben des Herstellers. Der Tierarzt trägt dies in den Heimtierausweis ein. Innerhalb dieser Zeit muss dann die Wiederholungsimpfung erfolgen.
feline Leukämie-Virus-Infektion (Leukose)
Wird durch das FeLV (felines Leukämie-Virus) hervorgerufen, das zur selben Gruppe wie das HIV (humanes Immundefizienz-Virus) zählt, jedoch nicht auf den Menschen übertragbar ist. Die Krankheit führt zur Verminderung von roten (Anämie) und weißen (Leukopenie) Blutkörperchen. Erkrankte Katzen sind schwach und müde. Aufgrund des gestörten Immunsystems können gehäufte Infektionen und Tumoren auftreten. Zur Grundimmunisierung wird etwa in der 9. Lebenswoche erstmals und nach etwa 1 Monat zum zweiten Mal geimpft. Die Auffrischung erfolgt dann jährlich.
Abkürzung für feline infektiöse Peritonitis (Bauchfellentzündung). Die Infektion führt zu Fieber und meist über mehrere Wochen zu einer Peritonitis mit Aszites (Bauchwassersucht), die durch eine Bauchumfangzunahme deutlich wird. Die Katze magert ab. Es können allerdings auch die Brusthöhlen betroffen sein (Brusthöhlenergüsse mit Atmungsbehinderung). Ergüsse können auch ganz fehlen (trockene Form). Die Krankheit sollte eindeutiger als feline coronavirale Polyserositis bezeichnet werden. Der Impfstoff wird in die Nase eingeträufelt. Die Schutzwirkung der Impfung ist nicht in allen Fällen gegeben. Umfassende Informationen zu dieser Erkrankung sind einer Publikation von Horzinek und Lutz aus dem Jahr 2001 zu entnehmen.
Eine Schutzimpfung steht derzeit in Deutschland noch nicht zur Verfügung. Hervorgerufen wird diese Infektionskrankheit durch das FIV (felines Immundefizienz-Virus), das ebenso wie das FeLV mit dem HI-Virus verwandt ist. Die Katzen werden schwach, haben wenig Appetit, verlieren an Gewicht und neigen zu Infektionen.
Auch Aujeszky'sche Krankheit genannt. Sie wird von Schweinen auf die Katze übertragen. Der Mensch erkrankt, wenn überhaupt, nur mit sehr milden Verläufen. Katzen sollten keinen Kontakt zu Schweinen haben. Auf keinen Fall darf rohes Schweinefleisch gefüttert werden.
Die Katze kann im Wesentlichen von drei verschiedenen Arten von Würmern (Helminthen) befallen werden: Bandwürmer (Zestoden), Spulwürmer (Askarididen) und Hakenwürmer (Ankylostomatiden). Die beiden letzteren gehören zu den Fadenwürmern (Nematoden). Darüber hinaus sind auch Infektionen mit einzelligen Parasiten (Kokzidien, Sarkosporidien, Giardien und Toxoplasmen) möglich. Ein einzelnes Wurmmittel wirkt nicht gleich gut gegen alle Parasiten. Jede Katze muss regelmäßig entwurmt werden, Wohnungskatzen jedoch seltener. Es stehen Pasten, Tabletten und injizierbare Präparate zur Verfügung. Eine Stuhluntersuchung kann den Einsatz von Medikamenten reduzieren.
Einen Pilzbefall erkennt man zumeist an typischen Veränderungen. Es finden sich kreisrunde, haarlose Stellen an Kopf oder Pfoten. Sie schuppen in der Mitte, sind am Rand gerötet und jucken. Der Pilzbefall kann jedoch auch untypisch sein. Jede juckende, schuppige oder krustige Hautveränderung sollte deshalb zu einem Tierarztbesuch führen. Dieser wird vorerst die Wood'sche Lampe (UV-Licht) einsetzen. Da nicht alle Pilze in ihrem Licht grün fluoreszieren, sollte zum sicheren Nachweis stets eine Pilzkultur angelegt werden. Die wesentlichsten Erreger sind Trichophyton- und Microsporum-Arten. Beide Erkrankungen sind auch auf den Menschen (Zoonosen) und andere Haustiere übertragbar. Die Behandlung erfolgt lokal (Salbe) und systemisch (Tabletten) mit Antimykotika über mindestens 3 Wochen und muss die gesamte Umgebung mit einbeziehen. Eine vorübergehende Zwingersperre ist unerlässlich, um Käufer und Aussteller zu schützen.
Das feline maligne Lymphom kommt gewöhnlich bei Hauskatzen
vor und könnte als Modell für das Non-Hodgkin-Lymphom beim Menschen dienen.
Verschiedene Studien ließen darauf schließen, dass durch Rauchen ein erhöhtes
Risiko für ein Non-Hodgkin-Lymphom besteht. Um herauszufinden, ob
Tabakrauchexposition das Risiko für das feline maligne Lymphom erhöht,
führten die Autoren eine Fall-Kontroll-Studie an 80 Katzen mit malignem Lymphom
und 114 Kontrollen mit Nierenerkrankung durch, die an einem großen
Tierlehrkrankenhaus in Massachusetts zwischen 1993 und 2000 diagnostiziert
wurden. Alle Katzenbesitzern erhielten einen Fragebogen zugesandt, in dem
Angaben über das Rauchen im Haushalt zwei Jahre vor Diagnosestellung gemacht
werden sollten. Nach Abgleichen nach Alter und anderen Faktoren war das Risiko
für ein malignes Lymphom für Katzen mit Tabakrauchexposition auf das 2,4fache
erhöht. Das Risiko erhöhte sich sowohl mit Dauer als auch mit der Stärke der
Exposition, mit Nachweis eines linearen Trends. Katzen mit 5 und mehr Jahren
Tabakrauchexposition hatten ein 3,2fach erhöhtes Risiko verglichen mit
Nichtraucher-Haushalten. Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass
Passivrauchen das Risiko für ein malignes Lymphom bei Katzen erhöhen kann und
dass eine weitere Studie dieser Zusammenhänge beim Menschen gerechtfertigt
erscheint.
(E. R. Bertone, L. A. Snyder, A. S. Moore: Tabakrauchexposition und Risiko für
ein malignes Lymphom bei Hauskatzen. Am J Epidemiol 2002; 156:268-73)